Weltfriedenstag - "Dem Frieden eine Chance - Bundeswehr raus aus Afghanistan"
Etwa 20-30 Stendalerinnen und Stendaler ließen sich am 01. September trotz strömenden Regens nicht davon abbringen, ihrem Friedenswillen Ausdruck zu verleihen. Anlässlich des Weltfriedenstages hatte der Kreisverband Stendal der Linken unter dem Motto "Dem Frieden eine Chance - Bundeswehr raus aus Afghanistan" zur Demonstration durch die Stendaler Innenstadt aufgerufen.
Der Weltfriedenstag am 01. September hat in beiden Teilen Deutschlands bereits eine lange Tradition und bezieht sich in der Terminwahl auf den Überfall Hitlerdeutschlands im Jahre 1939 auf Polen. Der Gedenktag hat seit den fünfziger Jahren zum Ziel, dass weltweit der Krieg als Mittel der zwischen- und innerstaatlichen Krisenbewältigung geächtet wird. Er stellt ein klares Bekenntnis zum Frieden in der Welt dar.
Bei der Auftaktkundgebung auf dem Stendaler Sperlingsberg machte der Kreisvorsitzende der Linken Mario Blasche deutlich, dass die Hoffnung der damaligen Initiatoren des Weltfriendenstages, nämlich, dass das 21. Jahrhundert nach einem der blutigsten in der Geschichte der Menschheit ein vom Frieden geprägtes wird, leider noch keine Realität ist. Dies zeigen nicht zuletzt die Auseinandersetzungen im Kaukasus oder der Krieg in Afghanistan unter deutscher Beteiligung.
Die Jungengruppe der Linkssozialisten begleitete die Veranstaltung mit einer Aktion, die den Zuschauern deutlich machen sollte, dass auch im Hochtechnisierten Zeitalter Krieg immer noch mit Blutvergießen, Tod, unendlicher Not und Elend verbunden ist. Sie stellten einen Verletzentransport mit blut(Ketchup)verschmierter Symbolik dar. Andreas Kegler und Martin Ling schlüpften hierzu in Uniformen und trugen die "verletzte" Nanette Blasche unter lautem Sirenengeheul und vor dem Demonstrationszug durch die Stendaler Innenstadt.

