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16. Juni - Weil es so schön war... - nur noch 5 Tage!

...wurden doch nochmal die Ketten geölt und die Radlhosen aus dem Schrank geholt. Zur Gerechtigkeit gehört es auch, allen gleiche Möglichkeite zum Austausch zu bieten. Daher wurden bzw. werden die letzten weißen Flecken auf der Ortsteil-Karte von Stendal geschlossen. Am Dienstag machte die "DIE LINKE bewegt was!"-Radtour daher nochmal Halt in Jarchau. Diese kurze Etappe, wieder von Katrin angeführt, wurde u.a. von Enrico Schild und Jörg Glewwe begleitet. Das geflügelte Wort von der notwendigen "Belebung der nördlichen Breiten Straße" nahm sich der Radeltross zu Herzen und fuhr zu Beginn eine große Schleife durch die Innenstadt und besagte Straße. Von dort aus ging es am Hölzchen und dem Chausseehaus Hassel entlang nach Jarchau. Dass sich der Abstecher gelohnt hat, haben der Zuspruch und die netten Worte bewiesen: "Von wem ist der Flyer? Von der LINKEN? Ach da kann man gern mal reinschauen!"; ein anderer Anwohner fragte, während der Konservative an ihm vorbeizog, "Steht da auch was von der CDU drin? Ach nee die sind ja garnicht zugelassen! ;)"

15. Juni - Spitzenkandidat Joachim Röxe im Forum - noch 6 Tage!

Am Montag war nicht die OB-Kandidatin Katrin Kunert sondern unser Spitzenkandidat Joachim Röxe in der Pflicht, Rede und Antwort im Volksstimme-Forum zu stehen. Leider kann auch dieses Forum nicht an das erste Volksstimme-Forum heranreichen und war weitestgehend eine Veranstaltung für das Parteivolk der Stadt.

Statt eines Textes soll an dieser Stelle aber lieber unser Spitzenkandidat und aktueller Fraktionsvorsitzender im Stadtrat selbst zu Wort kommen. Die Themen zu denen er befragt wurde waren:

Asyl/Willkommenskultur am Anfang und mit einer Reaktion auf Herrn Güssau (CDU), der die fehlende AfD hier würdig vertrat

Schulentwicklung ab 2.13

Stadtentwicklung/Bauen ab 2.54

Stadtentwicklung/Innenstadt ab 5.18

Parken und die Bürgerbefragung ab 6.39

Ortsteile ab 9.32

Stadtwerkerückkauf ab 10.21

und "Warum sollte man Sie wählen?" ab 12.11

hier zum Anhören

12. Juni - Schm(u)tz muss weg!: Aufräumen am Nachmittag und ein Reinfall am Abend - noch 9 Tage!

Vor den Infoständen am Wochenende nutzte die Stendaler LINKE den Freitag nochmal für eine größere Aktion. Am Nachmittag trotzten über 20 Mitglieder, Sympathisant_innen und v.a. auch Kandidat_innen des Stadtverbandes sowie OB-Kandidatin Katrin Kunert den hohen Temperaturen und versammelten sich an der Abfahrt von der Bundesstraße zum Dahlener See. Auf einer Idee von Bernd Hauke basierend, wurden dann Handschuhe, Müllsäcke und Greifer verteilt. Nicht nur für fünf Minuten PR sondern für gute eineinhalb Stunden durchforsteten die Engagierten dann den Radweg und das Seeufer nach Unrat und Schrott. Dieses Areal im Süden der Kreisstadt und entlang der Umgehungsstraße B189 hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Freizeitterrain für Freund_innen des Angelns, Joggens, Inlineskatens, Radfahrens oder auch der Erholung entwickelt. Die Kehrseite dieser Entwicklung ist eine zunehmende Vermüllung. Schon innerhalb dieser kurzen Zeit kam daher eine stattliche Menge an Müll zusammen. Nach einem Abschlussbild, das die gesamte Gruppe und die "Beute" präsentierte, ging es dann zum gemütlichen Teil zu Bernd Hauke, der am Folgetag auch noch die Entsorgung übernahm. Der einzige kleine Wermutstropfen war das Fernbleiben der Presse. Nicht dass es darum gegangen wäre; aber als der eine abgesprochene Termin, der trotz Wahlkampfgeschehen Eingang in die Berichterstattung finden sollte, hatte man fest mit einem Kurzbesuch gerechnet.

Mit viel Medienandrang aber im Grunde mit niemanden aus der Bürgerschaft ging dann der Tag zu Ende, als am Abend ein von der Stadt initiiertes Forum der OB-Kandidierenden in der Katharinenkirche stattfand. Mehr Parteien- als Bürger_innenveranstaltung blieb diese Zusammenkunft weit hinter dem Volksstimme-Forum zurück. Um vernünftige Bilder zu produzieren wurden dann auch alle angehalten, wenigstens die ersten Reihen ordentlich zu füllen. Kommentar eines Kameramanns: "Willste die Wahrheit nicht auf Bild haben?" Warum die Stadt anders als in allen Vorjahren erst jetzt den Blick in die Verordnungen gewagt und die Motivation zur Eigeninitiative gezeigt hat, ist wohl mehr der großen Verunsicherung geschuldet als dem aufrichtigen Interesse an Bürger_innenbeteiligung. "Fairerweise" waren wir, von der vorangegangenen Aufräumaktion noch in unsere roten Wahlkampf-Shirts gekleidet, wenigsten als Parteianhänger_innen zu erkennen. Die Sitzordnung offenbarte aber auch so recht schnell die Sympathien der "interessierten Bürger_innen", die sich informieren wollten.

Nichtsdestotrotz präsentierte sich Katrin auch hier wieder in ihrer einmaligen Art und wertete die Veranstaltung etwas auf. Neben der Phrasendrescherei eines Amtsinhabers waren ihre lebendigen und motivierten Ausführungen eine echte Bereicherung. Ihre Schwerpunkte trug sie auch hier souverän vor und verwies auf die Notwendigkeit von direkter Demokratie und ganzheitlicher Stadtplanung. Auch die Förderung von Sport und Ehrenamt stand dabei im Fokus. Nach Aussagen vom Amtsinhaber sei zwar alles "auf einem guten Weg" und wenn nicht, sei "Rom ja auch nicht in einem Tag erbaut worden"; aber diese Ausflüchte halfen ihm nach 14 Jahren in Verantwortung nicht viel gegen die Konkurrenz. Mit seinen Ideen sah er gegen eine authentische Katrin und einen gut vorbereiteten Instenberg blass aus.

Erwähnt seinen hier nur zwei Beispiele: Dass die Briefwähler_innen von der Bürgerbefragung ausgeschlossen werden sollten (wurde jetzt zurückgenommen), fand er, anders als Katrin, legitim. Mit Blick auf innerstädtisches Parken verwies er jedoch auf gut eintausend Unterschriften dafür, die zwar außerhalb eines geregelten Verfahrens gesammelt wurden, die er jedoch "nicht einfach übergehen" könne. Ohne Worte... Während die Konkurrenz die Notwendigkeit der Grünflächen für das städtische Mikroklima betonte, fiel dem Amtsinhaber, der gerade dabei ist, auch die letzten Flächen an Bauherren mit eindeutigen Sympathien zu verschachern, die innovative Idee ein, bei Hitze in der Innenstadt Wasser versprühen zu lassen. Übrigens war diese Diskussion schon gut geführt, denn vorausgegangen war ihr die Frage aus dem Planum, was die Stadtpoitik gegen heißes Wetter tun könne, was einiges zur Qualität der Veranstaltung aussagt.

Fazit des Abends: Unnötig, auch wenn Katrin versucht hat, das Beste daraus zu machen. Mit der CDU und Klaus Schmotz kann es kein "Weiter so!" geben. Es wird Zeit für einen Neuanfang! 

11. Juni - "Der Ortschaftsrat? Da lach ich doch drüber!" - wie man bisher Politik und Verwaltung betreibt - noch 10 Tage

Am 11. Juni hieß es zum fünften Mal "DIE LINKE bewegt was!". Neben den Dauergästen Enrico Schild und Jörg Glewwe gesellten sich dieses Mal auch Ludwig Reinig (sachkundiger Bürger und Stadtratskandidat) sowie Pastor (im Ruhestand) Schroedter zum Radelteam. Da sie ihre Bundestagsarbeit nicht vernachlässigen will, war Katrin Kunert an diesem Tag in Berlin.

Die relativ kleine Etappe führte die Radler dann zuerst nach Arnim und Staffelde, wo sich nochmal einige Anwohner_innen von der Gartenpflege ablenken ließen, um Material entgegen bzw. Gespräche anzunehmen. Viel Zuspruch und gute Wünsche gab es dann auch bei der Rast im Dorfkrug von Langensalzwedel, in diesem Fall "leider" jedoch zu Tangermünde gehörend. Immerhin war unter den Gästen aber auch eine wahlberechtigte Person! Das letzte Ziel nach dem kleinen Charlottenhof war dann Bindfelde.

Nach dem Stecken und Verteilen ließen es sich die aktuellen und angehenden Stadträte nicht nehmen, dem "Kindergarten auf dem Bauernhof" einen Besuch abzustatten. Hier wurde es dann nochmal konkret, als Beschwerden über die akteulle Politik und Verwaltung vorgetragen wurden, die es der Kita in freier Trägerschaft nicht gerade leicht machen. Für Stirnrunzeln bei den Gästen sorgten die Ausführungen der Leiterinnen Frau Schulz und Frau Völz über die aktuellsten Vorgänge rund um den Ausbau der schönen Anlage, in der Kinder besonders zu ökologischem Bewusstsein motiviert werden. Einer der Negativhöhepunkte war wohl das Zitat eines Verwaltungsbeamten, der mit "Der Ortschaftsrat? Da lache ich doch drüber!" die Bemühungen der Menschen zur Förderung der Einrichtung kommentierte; eine absolute Dreistigkeit in Anbetracht der Forderungen nach Kindertagesstätten (mit möglichst innovativem Konzept) und Arbeitsplätzen in der Region. Wie mit so einem Politikverständnis Existenzgründer, Fachkräfte und Arbeitsplätze in der Stadt gehalten werden sollen, bleibt wohl ein Geheimnis der Verantwortlichen. Bei entsprechenden Interessenten oder "Filetstücken" präsentiert man sich ja sonst auch eher gelassen, was Verordnungen angeht.

09. Juni - von schwarzen Hunden und braunen Buben - noch 12 Tage!

Etwas später als beim letzten Mal traf sich das Fahrradgespann der Stendaler LINKEN am 09. Juni zur nunmehr vierten Tour-Etappe. Startpunkt war diesmal die historische Kulisse des Uenglinger Tores, das auch gleich den Weg wies. Dem guten Radweg, von denen es mit einer starken LNKEN-Fraktion noch mehr geben würde, folgend, war es nur ein Katzensprung nach Uenglingen und dem Halt am Gutshof. Von dort schwärmten die einzelnen Radler_innen aus, um die Reste der vielen Materialien unter die Leute zu bringen. Den Weg in Kästen und über Zäune fanden dabei auch unsere Bürger_innenkarten, die mehr als der normale "Lesestoff" zum Mitmachen einladen.

Einen Neuanfang wagten Katrin und das Team auch mit dem Weg nach Peulingen. Die Direktverbindung von Uenglingen aus war in landschaftlicher Hinsicht wahrscheinlich eine der ansprechendsten Strecken und wäre - unter Verwendung von Mountainbikes - auch gut zu fahren gewesen. Mit Damen-, Renn- und Dreirad zeigte die Natur mit Schotter, Sand und Waldboden jede_r Ambitionierten jedoch demütig die Grenzen auf, wie der Fotobeweis zeigt. Umso verdienter war dann natürlich die Rast in Peulingen, das mit kleiner Verspätung erreicht wurde.

Kaffee und selbstgebackener Kuchen stärke nicht nur das Wahlkampfteam sondern auch Bürger_innen, die die Chance nutzten und Anregungen sowie Fragen vortrugen. So war u.a. die Lärmbelastung durch den nahen Flughafen ein Thema, dem sich Katrin, aus dem Rathaus oder dem Rat heraus, annehmen wird, um an den Einflugrouten im Anwohner_inneninteresse nachzubessern. Waren es beim letzten Mal noch die netten Kollegen der SPD, trafen unsere Radler_innen an diesem Tag bloß auf die (von der herrlichen Sonne) braunen Buben der Alterna...irgendwas - unwichtig.

Mit Panzerplatten etwas besser ausgebaut, führte der Weg den Tross dann nach Groß Schwechten. Wieder waren es die Vierbeiner des Ortes (man kann nie genug Tiergeschichten einbauen), die unsere Ankunft als erstes wahrnahmen. Von ihrem Hof ausgebüchst, rannten zwei stattliche schwarze Hunde der Kolonne entgegen. Auf ihren Geleitschutz musste Katrin, erstaunt über diese schnelle Reaktion, dann aber verzichten. Mit respektvollen zehn Metern hielten alle Abstand, während sie dabei half, die beiden wieder einzufangen. Nach Gesprächen und Steckaktionen ging es dann zur Bundesstraße und auf gutem Weg zum Etappenendziel Borstel.

Mit Tee, Getränken, Obst und Süßspeisen wurden wir dann schon von unserem! Ortsbürgermeister und Kandidaten Norbert Lindstedt empfangen. Keine Mühen hatte er auch gescheut, als er alle Haushalte nochmals vorab über die Möglichkeit des Gesprächs informierte. Einige Leute ließen es sich dann auch nicht nehmen, in über einer Stunde Fragen und Wünsche loszuwerden. Hier mal im Protokoll:

- Ja, Katrin wird ihr Mandat im Falle der erfolgreichen OB-Wahl niederlegen. "Beides zusammen geht nicht."

- Eine erste Amtshandlung wären Versammlungen in allen Ortsteilen, um Anliegen und Probleme zu ermitteln und zu bündeln.

- Mit Blick auf Tourismus, Kultur und Wirtschaft gilt es, Bestehendes zu erhalten und Neues zu schaffen. Eine belebte Innenstadt geht nur ohne neue Supermärkte und mit den Ideen der Bürger_innen für kulturelle Events.

- Ploitik und Verwaltung müssen die Menschen befragen und mitnehmen (nicht nur bei Parkflächen) statt auf klamme Kassen und Unmöglichkeiten zu verweisen. Kein weiter so!

- Die Bereiche Wirtschaftsförderung und Kulturpolitik müssen aufgewertet und junges eigenes Potenzial an Kreativen richtig gefördert werden.

- Mit Katrin wird der Weg zum Bürger_innenhaushalt beschritten. Es soll Budgets und Ideenwettbewerbe geben; denn wer weiß besser, wie die Stadt lebenswerter wird, als die Einwohner_innen selbst? Jörg Glewwe: "Alles andere wäre ja bescheuert!"

- Auch die durch Flucht zu uns gekommenen Menschen brauchen einen Neuanfang mit Unterstützung beim Neustart im fremden Land. Anwohnerin: "Sie haben doch auch nur dieses eine Leben als Chance!" Super!

Die nächste Etappe findet aus terminlichen Gründen leider ohne Katrin statt, denn Berlin soll ja auch nicht vernachlässigt werden! Am 12.06. steht sie jedoch wieder bereit, wenn es heißt: "Schm(u)tz muss weg"!

08. Juni - Etappe III: zwischen Bürger- und "Feind"-Kontakt - noch 13 Tage

Nach einer Pause, die Zeit zum Genuss des Rolandfestes in Stendal bot, ging es am Montag weiter mit dem Rad durch die Ortsteile unserer Hansestadt. Vom westlichen Startpunkt Uchtspringe aus ging es in einem wieder etwas größeren Team los Richtung Volgfelde. Waren es beim letzten Mal noch Zugtiere, wurde die Vorhut aus Achim Röxe und Katrin Kunert hier von den Hunden des Ortes "begrüßt". Nach dem Aufhängen der letzten Plakate war dann wieder Zeit für Gespräche mit Einwohner_innen; bevor es an der Bundesstraße entlang nach Nahrstedt ging.

Wie auf den Bildern zu erkennen, war diese Etappe mit Wind, Steigungen und Brücken doch etwas beschwerlicher als die bisherigen. Die nicht mehr ganz so schöne Kulisse des alten Ritterguts in Nahrstedt bot dann den Schauplatz für ein intensives Gespräch mit engagierten Bürgern. Im Vorraus verabredet, bekamen die beiden Einwohner die Möglichkeit zu einer kleinen Linksfraktionssitzung mit gleich fünf Mandatsträger_innen/Kandidat_innen. Sowohl Fraktionschef Joachim Röxe als auch Katrin Kunert, Jörg Glewwe, Enrico Schild und Sven Meiecke nahmen die Gedanken zu Infrastrukturmaßnahmen und Bürger_innenbeteiligung vor Ort auf. "Feindkontakt" mit kurzem Austausch gab es ebenfalls in Nahrstedt, als das Team der LINKEN auf das SPD-Plakatierduo traf, das auch wesentlich fleißiger zu sein scheint, als es die Selbstauskunft in der Volksstimme ausgab - auf eine Kunert kommen gefühlt drei Instenbergs an den Masten. (Von den hunderten Schmotz-Gesichtern, die seit Tagen redundant jede zweite Laterne zieren mal ganz zu schweigen.)

Viel Betrieb auf den Straßen war dann in Möringen. Auch hier stand die Freundlichkeit der Anwohner_innen der Skepsis der Vierbeiner gegenüber. Deutlich erkennbar ist auch der Respekt von Katrin im Gespräch. Auch Jörg Glewwe wagte es kurz darauf nicht einzuschreiten, als sein Fahrrad markiert und "enteignet" wurde. Den Abschluss der Etappe bildeten dann zwei "Heimspiele". Zunächst konnte sich Sven Meinecke, der sich zwischendurch erbarmte und Katrin das "Dreirad" abnahm, den Menschen in Insel und Tornau vorstellen und zum Gespräch einladen. Am Tourende konnten dann Joachim Röxe und Katrin Kunert in ihrem Ortsteil Werbung machen und einige der letzten Flyer stecken.  

04. Juni - Pferd, Esel und viel Mayonnaise - noch 17 Tage

Bei bestem Wetter und ohne Verletzungen radelte das Wahlteam die zweite Etappe der "DIE LINKE bewegt was!"-Tour. Nach Treff, Besprechung und Verteilung von Material ging es um 11 Uhr in Buchholz los.

Der erste Halt war dann Wittenmoor, wo Katrin (nicht zum ersten Mal in diesem Wahlkampf) auf einen dunklen Esel und ein eher blasses Pferd traf. Nach angeregten Gesprächen mit der Halterin und weiteren Anwohner_innen ging es noch zur Feuerwehr und zum Sportverein, bevor dann der Weg nach Vinzelberg eingeschlagen wurde. Neben plakatieren und dem Stecken von Flyern stand hier dann die erste Rast mit eigenen Erdbeeren für das durch Verletzungen und andere Termine verkleinerte Team an.

In Börgitz war dann nicht nur Raum für Bürger_innenkontakt sondern auch ein kleines Bürgerbegehren, als Achim Röxe, Fraktionsvorsitzender der Stadtrats-Fraktion und Spitzenkandidat, das Anliegen einer Anwohnerin aufnahm, ein überflüssiges Verkehrsschild vor ihrem Fenster entfernen zu lassen. Trist war hingegen der Grund - eine schon länger geschlossene Kita - dafür. Etwas mehr zu verteilen und besprechen gab es dann in Uchtspringe, wo schon etwas mehr Betriebsamkeit herrschte.

Nach den durchweg positiven Erfahrungen des Tages und den gut 50 Kilometern bildete eine zur Abwechslung mal ungesunde Stärkung in der SALUS-Cafeteria den Abschluss dieser Etappe. Wenn nicht vieles, aber ihre Pommes mag Katrin nicht richtig rot, sondern orderte stattdessen "eine gute Portion Mayonnaise". 

03. Juni - Das erste Forum mit "Schwarzen Nullen" - noch 18 Tage

Ernst in der Sache aber durchaus mit Witz präsentierte sich Katrin Kunert, Kandidatin für den Posten der Oberbürgermeisterin der Hansestadt Stendal, auf dem ersten Forum. Die Volksstimme hatte die drei Kandidierenden in das Theater der Altmark gelockt, um Interessierten Rede und Antwort zu stehen. Neben zahlreichen Parteigänger_innen füllten auch viele Bürger_innen den großen Saal.

Für einen etwas lockeren Beginn sorgte ein Stendal-Quiz, indem als kleine Erwärmung Fragen rund um die Hansestadt beantwortet werden mussten. Neben Geographie (die Fläche der Stadt) und der Geschichte (Alter des Rolands) standen auch politisch relevante Fragen, wie die nach dem aktuellen Schuldenstand oder der Gewerbesteuer, auf dem Moderationszettel. Katrin aber auch die Anderen präsentierten sich als gut vorbereitet und mussten nur bei wenigen Ausnahmen passen.

Nach einem kurzen Block zu den Motiven und dem Hergang der Kandidaturen verschob sich die Diskussion, sehr zum Unmut von Schmotz und der CDU, zu ihrer vorangegangenen Wahlfälschung, die diese Wahl ja erst nötig werden lies. Mehr schlecht als recht wanden sich die Angesprochen gute 40 Minuten ob ihrer mäßigen Aufarbeitung bisher.

Überzeugend trat Katrin Kunert dann auf, als es um konkrete politische Forderungen und Projekte ging. So plädierte sie nochmals vehement für den Rückkauf der städtischen Anteile an den Stendaler Stadtwerken. Ansonsten will sie die Wirtschaft gemeinsam mit den Verantwortlichen u.a. mit einem Unternehmer_innenstammtisch voranbringen. Mit Blick auf Schulden in kommunalen Finanzen verwies sie auf eine pragmatische Haltung, die Raum für sinnvolle Investitionen lässt. Nicht nur bei der Gestaltung der Willkommenskultur für Flüchtlinge sondern auch der Stadtpolitik setzt sie zudem auf Bürger_innenbeteiligung in Form eines Bürgerhaushalts mit eigenem Budget.

Für Lacher im Publikum und Stutzen bei der Konkurrenz sorgte schließlich ihre unfreiwillige Komik, als sie den allgegenwärtigen Rotstift kritisierte und anmerkte, sie "fühle sich fast nur noch von schwarzen Nullen umgeben". Das Schmotz es anders sah, zeigte seine sehr selbstbewusste Prognose von 50,1% für sich. Katrin Kunert verkaufte sich mit einer 35% Stimmenprognose aber auch nicht unter Wert und verwies selbstbewusst auf die guten Chancen einer Stichwahl.

02. Juni - Radtour die Erste: motivierter Start mit schmerzhaftem Ende - noch 19 Tage

DIe Gruppe für Etappe Nr. 1 mit den Kandidat_innen Helga Zimmermann, Sven Meinecke, Joachim Röxe, Enrico Schild, Katrin Kunert, Bernd Hauke und Jörg Glewwe (Vordergrund v.l.n.r.)

Dienstag, 02. Juni, 14 Uhr auf dem Marktplatz von Stendal

Bei sonnigem aber recht windigem Wetter fanden sich 12 Genoss_innen direkt unter dem Fenster von (Noch-)Bürgermeister Klaus Schmotz ein. Wenn er aus dem Fenster geschaut hätte, hätte er die mit sechs Fahrrädern und zwei Autos ausgerüstete Truppe für die erste Etappe der "DIE LINKE bewegt was!"-Radtour erblicken können. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem bald "roten" Rathaus schwangen sich die Radelnden dann auf ihre Räder.

Hochmotiviert entschied sich Katrin Kunert dafür, den Tross auf dem etwas schwerfälligen "Dreirad" auf dem Weg durch die Innenstadt anzuführen. Bereits an der Sperlingsida geriet die auffällige Gruppe, gekleidet in rote Wahlkampf-Shirts, dann in den Fokus der ersten Kameras von Passant_innen, bevor es Richtung Heeren aus der Stadt ging.

Während das Auto-Team schon zahlreiche Flyer stecken und Plakate an die besten Stellen hängen konnte, mühten sich die Radelnden über Brücken und durch Baustellen. Hochverdient war daher die erste Rast am Laden von Gerlinde Schüler in Heeren. Leider erwarteten uns aber keine selbstgemachten Konfitüren sondern verschlossenen Türen, sodass auf eigenen Proviant zurückgegriffen werden musste.

Durch Felder und Wiesen ging es dann auf weniger befestigten Wegen nach Welle und Dahrenstedt. Dort gab es u.a. ein längeres und anregendes Gespräch mit einem Gemeindemitarbeiter, der gerade mit der Grünflächenpflege in dem malerischen Ort beschäftigt war. Am "Wächter von Dahrenstedt", an dem auch gerade ein Bus zum Halten kam, konnten auch weitere Bewohner_innen mit Katrin und Co ins Gespräch kommen.

Zeit für Gespräche, nicht nur über Politik, gab es dann auch in Buchholz. Anlauf- und Rastpunkt für das Team war hier u.a. ein Antik- und Trödelmarkt. Dort gingen einige unserer Kandidat_innen auf die Suche nach schönen Stücken für Büro und Garten. Auch ein blauer Barkas-Oldtimer vor dem Gelände an der B189 bot Gesprächsstoff. Gegen 17 Uhr zerstreute sich dann das Team. Die aktuellen Fraktionsmitglieder des Stadtrates (darunter auch die Radler Enrico Schild, Katrin Kunert, Joachim Röxe, Jörg Glewwe und Bernd Hauke) kamen in Buchholz zu einer auswärtigen Sitzung zusammen. Mit Bernd war am Ende des Tages dann auch der erste und hoffentlich letzte Verletzte der Radtour zu beklagen, der sich nach einem Sturz schwer an beiden Armen verletzte. Gute Besserung!

01. Juni - Kinderfest und Plakat Nr. 1 - noch 20 Tage

Der Anfag des Monats war der Anfang unseres Wahlkampfes. Einen schönen Auftakt hatten wir vor der eigenen Haustür. Schon mit einiger Tradition, lockte auch in diesem Jahr das Kinderfest des Stadtverbandes DIE LINKE Stendal wieder zahlreiche Kinder und Eltern an. Diese und auch viele Genoss_innen und v.a. Kandidierende unserer großen Liste (fast die Hälfte) trotzten dem durchwachsenen Wetter und fanden sich vor unserer Geschäftsstelle ein. Im Vordergrund standen hier aber weniger Flyer und Plakate sondern vielmehr Spiel und Spaß für die Kleinen sowie Gespräche mit und zwischen Eltern aus der Wohngegend. Neben den Klassikern wie der "Brennstraße" von Werner Wilke, dem Glücksrad mit tollen Preisen und natürlich der Hüpfburg erwarteten die Kleinen diesmal auch Aktive der Freiwilligen Feuerwehr aus Stendal, die Fahrzeuge und Technik vorstellte. Aber auch einige ältere Semester übten sich im Löschen. Am Anfang immer etwas schleppend, entwickelte sich das Fest so rasch zum Anziehungspunkt an diesem Nachmittag, sodass sich die sonst kahle Grünfläche schnell mit buntem und lauten Gewimmel füllte und dem grauen Himmel trotzte.

Etwas politischer wurde es dann am Rande des Festes. Nachdem sie sich vom Fest lösen konnte, ließ es sich unsere OB-Kandidatin Katrin Kunert nicht nehmen, das erste der vor kurzem eingetroffenen Plakate selbst aufzuhängen. Unterstützt von Enrico Schild, Joachim Röxe und Sabrina Fielitz erklomm sie die Leiter an einem der alten steinernen Straßenlaternenmasten und fixierte ihr Portrait für den Neuanfang mit gefühlten zwei Metern Kabelbinder.

Ab Morgen geht es dann mit dem Fahrrad weiter und bei hoffentlich gutem Wetter in alle Ortsteile unserer Hansestadt.

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